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Alexander Licht / Hans-Josef Bracht: Droht dem Hahn der Wegfall des Passagierverkehrs? Landesregierung überlässt Hahn und Region sich selbst.

Flughafen Hahn

„Das sind neue Hiobsbotschaften für den Flughafen Hahn“, erklären die Landtagsabgeordneten Alexander Licht und Hans-Josef Bracht gemeinsam die Ryanair-Pläne, den Hahn als Basis aufgeben zu wollen. „Droht dem Hahn nun der Wegfall des Passagierverkehrs?“, fragen sich Licht und Bracht. Die beiden Abgeordneten kündigen an, den Ryanair-Rückzug parlamentarisch thematisieren zu wollen – eine Kleine Anfrage wurde bereits gestellt. Bracht/Licht: „Da darf die Landesregierung nicht einfach wegschauen. Es geht um Arbeitsplätze und die Menschen in der Region!“

Laut aktueller Medienberichte wurde zudem die Zentrale des Flughafen Hahns gestern von Staatsanwaltschaft und Steuerfahndern durchsucht. Offensichtlich wird gegen zwei Personen, die in verschiedenen Gesellschaften des Flughafens tätig sind, ermittelt. Die Gründung von Tochterfirmen des Flughafens hatte Alexander Licht schon in einer Anfrage problematisiert. Dies wolle die CDU-Fraktion nun erneut zum Gegenstand im Innen- und Rechtsausschuss des Landtags machen, so die Abgeordneten.

„Seitdem die Landeregierung ihre Anteile am Flughafen Hahn an die HNA Airport Group GmbH verkauft hat, hat man weder Frau Dreyer noch Herrn Wissing am Hunsrück-Airport gesehen. Bei allen Problemen bleibt der Hahn sich selbst überlassen. Die Landesregierung möchte mit dem Flughafen nichts mehr zu tun haben! Doch so einfach kann sich die Landesregierung nicht aus der Affäre ziehen, zumal noch jährlich Millionen Euro an Steuermitteln in den Flughafen fließen.“

 Sollte die Auflösung der Ryanair-Basis am Hahn zur Folge haben, dass der Passagierbetrieb wegfällt, wären davon tausende Arbeitsplätze betroffen - Hotels, Pensionen, Gastronomie, Taxi- und Busunternehmen, Autovermietungen, Terminal-Läden, Reinigungsfirmen und viele andere Betriebe.Auch ein Wegfall alleine des Hubs hat schon gravierende Auswirkungen.

„Wir fordern die Landesregierung, konkret Ministerpräsidentin Dreyer und Wirtschaftsminister Dr. Wissing, auf, den Hahn nicht sich selbst zu überlassen, sondern stattdessen für den Erhalt von Arbeitsplätzen zu kämpfen!“, so Hans-Josef Bracht und Alexander Licht.

 Die aktuelle Kleine Anfrage hat folgenden Wortlaut:

Alexander Licht und Hans-Josef Bracht fragen die Landesregierung:

1.      Welche Fluggesellschaften mit welchen Destinationen sind/waren in 2018, 2019 und derzeit mit ihren Flugplänen am Hahn gelistet? Bitte Aufteilung nach Fracht-und Passagierverkehr. 

2.      Am 27.12.2019 berichtete der Trierische Volksfreund über Verhandlungen der Hahngeschäftsführung über neue Frachtrouten. Namen von Airline könne er nicht nennen, so zitierte der TV Christoph Götzmann. Und er erinnert an den geplanten Start regelmäßiger Passagierflüge vom Hunsrück nach China im Sommer 2020. Welche Informationen liegen der Landesregierung bezüglich dieser Aussagen vor?

3.      Wurde die Landesregierung in irgendeiner Form unterstützend hierzu in ihren China-Reisen in 2019 tätig bzw. gab es sonstige Unterstützungen in diesen Fragen bis zum heutigen Tag? 

4.      Beim Verkauf des Flughafens Frankfurt-Hahn an die HNA wurden große Teile im Nichtflug affinen Bereich an die HNA Tochtergesellschaft nicht veräußert, aber auch Teile in einer Kaufoption, die im Februar diesen Jahres endete, aufgelistet. Wie wurde bisher mit dieser Kaufoption umgegangen bzw. ist der Stand des Verfahrens und um welche Flächen im Detail handelt es sich?

5.      Wie sind die Jahresabschlüsse der Hahn-Entwicklungsgesellschaft EGH in 2018 und in 2019 und deren Zukunftsprognose?


Alexander Licht und Hans-Josef Bracht kündigen an, gemeinsam mit Christian Baldauf, in den nächsten Tagen zum Flughafen zu fahren, um mit Betroffenen zu sprechen und gemeinsam über die Zukunft des Hahns und die Zukunft der tausenden Menschen, die vom Hunsrück-Airport abhängig sind, zu beraten.

 


 

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Alexander Licht / Hans-Josef Bracht: Droht dem Hahn der Wegfall des Passagierverkehrs? Landesregierung überlässt Hahn und Region sich selbst.

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Hans-Josef Bracht zur Pressekonferenz der Ministerinnen Spiegel und Ahnen

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