• Infobrief
  • Twitter
  • Youtube
  • Youtube Audio
  • Facebook
  • RSS-Feed

Inhalt

Kindertagesstätten, Kinderbetreuung

Die Öffnung des Kindergartens für unter dreijährige Kinder sowie der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr hat viele Träger von Kindertagesstätten vor enorme konzeptionelle, bauliche und personelle Herausforderungen gestellt. Mit der zunehmenden Inanspruchnahme der Kindertagesstätte durch diese sehr jungen Kleinkinder wächst die Fürsorgepflicht der Kindertagesstätten in extremer Weise. Der Bund hat seinen Beitrag geleistet, um den Ausbau der Betreuung für unter dreijährige Kinder zu gewährleisten. Das Land bleibt jedoch seinen angemessenen Anteil bis heute schuldig.  Die Folge ist, dass die Träger mit den Kosten für den Ausbau und Betrieb der Kindertagesstätten vom Land allein gelassen werden.

Gerade die ein- und zweijährigen Kinder sind rückhaltlos auf die Fürsorge der Erzieherinnen angewiesen. Sie sind im Gegensatz zu Kindern ab drei Jahren kaum in der Lage, ihre Bedürfnisse adäquat zu artikulieren, geschweige denn, sie selbst zu stillen. Psychisch-emotional sind sie besonders verletzlich. In den ersten Jahren bilden sich das Grundvertrauen und die Möglichkeit der gezielten zwischenmenschlichen Interaktion heraus. In diesen ersten Lebensjahren entwickeln sich erst langsam die Kategorien zur Wahrnehmung der Umwelt. Deshalb ist ein Höchstmaß an räumlicher und personeller Kontinuität sowie Fürsorge im Umgang mit diesen Kindern erforderlich.

 

Vor diesem Hintergrund ist es besonders alarmierend, dass der Länderreport frühkindlicher Bildungssysteme der Bertelsmann Stiftung 2013 konstatiert, dass „die große Mehrzahl der unter Dreijährigen in Rheinland-Pfalz schon heute alles andere als optimale Bedingungen (findet)“. Diese Einschätzung wird von Erzieherinnen und Verbänden geteilt. Sie klagen über eine hohe Personalfluktuation, einen signifikanten Mangel an Erzieherinnen und zu große Gruppen. Die Folge sind Gruppenzusammenlegungen, weniger Zeit für das einzelne Kind, häufige räumliche Veränderungen und wechselnde Bezugspersonen deshalb fordert die CDU-Landtagsfraktion:

  • Eine transparente Kindegartenfinanzierung
  • Eine deutliche Verbesserte Ausstattung der Kindertagesstätten durch die Einführung sozial gestaffelter Kindergartenbeiträge
  • Eine Reform der Erzieherin-Ausbildung, die neben dem bisherigen System die Möglichkeit einer bezahlten dualen Ausbildung ermöglicht.

Pressemeldungen

Mehr