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Mittelrheinbrücke / UNESCO

Hans-Josef Bracht:

Chance jetzt nutzen / keine weitere Verzögerung

Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Josef Bracht, setzt  sich für den baldigen Bau einer festen Mittelrheinquerung ein. Dabei sieht er gute Chancen für den Bau einer festen Rheinquerung und erwartet von der Landesregierung, dass sie die Chance für die Verwirklichung einer Mittelrheinbrücke anlässlich der 34. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees in Brasilia vom 25. Juli bis zum 3. August 2010 energisch nutzt. Weitere Verzögerungen seien nicht akzeptabel und für die Menschen im Mittelrheintal unzumutbar. Die Landesregierung müsse nun in Brasilia für ein klares Signal des UNESCO-Welterbekomitees zugunsten dieses überfälligen Brückenprojekts im Einklang mit dem Welterbestatus der UNESCO werben. Der Startschuss müsse jetzt endlich erfolgen, so Bracht, der als direkt gewählter Abgeordneter den Rhein-Hunsrück-Kreis vertritt.

„Ich hoffe und erwarte, dass die Landesregierung in diesem Jahr, nachdem die Entscheidung schon zweimal aus eben diesen Gründen von der Unesco verschoben wurde, ihre Hausaufgaben gemacht hat.  Durch die organisatorischen Fehlplanungen und der miserablen Vorbereitung auf die Sitzungen des Welterbekomitees in den vergangenen Jahren hat die Landesregierung zu vertreten, dass das Projekt nicht vorangekommen ist. Anstatt die Sache offensiv anzugehen, hat sie viel zu zögerlich agiert und damit bei der UNESCO den Eindruck entstehen lassen, dass sie nicht voll hinter dem Projekt steht. Denn nicht umsonst hat die UNESCO von der Landesregierung erforderliche Gutachten gefordert, die die Landesregierung nicht vorlegen konnte. Das gilt insbesondere auch für das Hick-Hack um die von ihr erstellten und von der UNESCO geforderten Gutachten. Die Folge ist, dass die Entscheidung der UNESCO, die schon im vergangenen Jahr hätte fallen können, erneut um ein Jahr verschoben wurde. Damit ging wertvolle Zeit verloren. Die Landesregierung muss jetzt ehrlich gemeinte Überzeugungsarbeit leisten und deutlich machen, dass eine feste Rheinquerung und der Welterbestatus keinen Widerspruch darstellen. Dazu gehört auch, dass die Landesregierung dem UNESCO-Welterbekomitee ihre Zukunftsperspektiven für das Mittelrheintal mit fester Rheinquerung vorstellt, denn das Welterbe wird in vielfältiger Weise davon profitieren. Eine sich harmonisch ins Landschaftsbild einfügende Brückenlösung ist ein Gewinn.“  

Wer ein lebendiges, pulsierendes und sich weiter entwickelndes Mittelrheintal wolle, so Bracht, der dürfe sich den Notwendigkeiten einer modernen Verkehrsplanung nicht entziehen. Auch und gerade für das Mittelrheintal gelte, dass eine zeitgemäße Verkehrsinfrastruktur für die wirtschaftliche Entwicklung dieser Region unerlässlich sei. Seit langem schon sei ein teilweise sehr starker Verlust an Einwohnern und Arbeitsplätzen erkennbar.

Durch mehrere Gutachten sei inzwischen nachgewiesen, dass eine feste Rheinquerung zu einer erheblichen wirtschaftlichen Belebung mit nachhaltigen positiven Auswirkungen auch auf die Bevölkerungsentwicklung führen werde.

„Die großartigste Landschaft kann kaum ausgleichen, wenn Leerstände in Gastronomie, Einzelhandel, Handwerk und Wohnhäusern um sich greifen. Das schafft kein Ambiente. Deshalb wollen und müssen wir diese Entwicklung stoppen und die lebendigen malerischen Dörfer und Städte mit ihren Menschen erhalten. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil dieser einzigartigen Urlaubsregion. Das wollen wir bewahren und weiter fördern.“

21. Juli 2010