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Opferschutz stärken

Christian Baldauf:

Opfer stärker in den Mittelpunkt rücken – Opferbeauftragten einrichten

Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf, regt die Einrichtung eines Opferbeauftragten des Landes an und kündigt eine entsprechende parlamentarische Initiative seiner Fraktion an:

„Es gehört zu den zentralen Aufgaben des Staates, seine Bürger vor Straftaten zu schützen. Zugleich muss er ihnen aber auch effektiver zur Seite stehen, wenn sie Opfer einer Straftat geworden sind. Das gilt insbesondere im Falle von Gewalttaten. 

Hilfsorganisationen wie etwa der Weiße Ring leisten in diesem Bereich wichtige und unverzichtbare Arbeit. Der Staat darf sich hier aber nicht auf das Engagement Dritter verlassen, sondern muss selbst die notwendigen Ressourcen institutionalisiert bereithalten, um den Betroffen schnell und wirkungsvoll zu helfen.“

Dabei gehe es, so Baldauf, nicht nur um Hilfe in Fällen von schrecklichen Amokfahrten wie jüngst in Münster, sondern auch um die Opfer alltäglicher Gewalt. Allein in Rheinland-Pfalz habe es im Jahr 2017 rund 8.800 Gewalttaten gegeben – mit steigender Tendenz.       

„Wir müssen den Opferschutz nachhaltig stärken. Die Betroffenen, d.h. die Opfer aber natürlich auch ihre Angehörigen brauchen einen Ansprechpartner auf Seiten des Staates. In einer solchen Notlage stellen sich viele Fragen: Das reicht von psychologischer Betreuung über die Versorgung Schwerbehinderter, z.B. mit Wohnraum oder Arbeit, bis hin zur Klärung von Versicherungsfragen. Notwendig ist hier nicht zuletzt ein Lotse, der den Weg durch die oft komplexen Verwaltungsstrukturen weist.

Zugleich kann durch einen Opferbeauftragten die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Hilfsorganisationen besser koordiniert werden. Die Institutionalisierung eines Opferbeauftragten wird auch dazu führen, dass den Belangen der Opfer politisch deutlich mehr Gewicht gegeben wird.“

09. April 2018

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