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Interview in der „Rheinpfalz“ von Universitätsprofessorin Wildemann

Anke Beilstein:

Landesregierung muss personelle Unterversorgung der Schulen beseitigen

In einem in der heutigen Ausgabe der „Rheinpfalz“ erschienenen Interview kritisiert die Dekanin des Fachbereichs Erziehungswissenschaften an der Universität Koblenz-Landau, Professor Anja Wildemann, deutlich die Bildungspolitik der Landesregierung. Dazu erklärt die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Anke Beilstein:

„Durch die Ausführungen von Frau Wildemann u.a. zu den Themen Lehrermangel, Unterrichtsausfall, Abwanderung in andere Bundesländer sehen wir uns in unserer seit Jahren vorgetragenen Kritik bestätigt. Mit einer Notversorgung an den Grundschulen erreichen wir keine gute Bildung. Es darf nicht darum gehen, Unterrichtsstunden auf dem Papier auf Biegen und Brechen abzudecken. Entscheidend für den Bildungserfolg ist vielmehr, dass guter und qualitativ hochwertiger Unterricht stattfindet.

Mit dem Einsatz von nicht ausreichend qualifizierten Kräften, wie zum Beispiel Studenten, Lehrer für andere Schularten oder Vertretungskräften ohne ausreichende pädagogische Qualifikation, erreichen wir das nicht. Es muss auch stärker hingeschaut werden, wie viele Klassen denn zusammengelegt oder gleichzeitig von nur einem Lehrer betreut werden.

Der Schlüssel für eine Lösung liegt in einem guten Umgang mit den Lehrkräften. Genau wie Frau Prof. Wildemann beobachten wir, dass jedes Jahr Lehrer in großer Zahl in andere Bundesländer abwandern, weil sie in Rheinland-Pfalz nur einen befristeten Vertretungsvertrag ohne Perspektive erhalten. Planbare, feste Anstellungsperspektiven und eine gute Bezahlung sind der Schlüssel, um die Lehrkräfte auch in Rheinland-Pfalz zu halten.

In den anstehenden Haushaltsberatungen muss die Landesregierung deutlich machen, dass ihr bei steigenden Schülerzahlen eine gute Unterrichtsversorgung für unsere Kinder auch wirklich etwas wert ist.

Die CDU-Landtagsfraktion wird dieses Thema in den zuständigen Landtagsausschüssen auf die Tagesordnung setzen.“

24. September 2018

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