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Ärztemangel / PK Kassenärztliche und -zahnärztliche Vereinigungen

Dr. Peter Enders:

Wir brauchen dringend mehr Studienplätze im Bereich Humanmedizin

Die Kassenärztliche und Kassenzahnärztliche Vereinigungen haben heute erstmals gemeinsam auf problematische Entwicklungen bei der Versorgung der Patienten hingewiesen. Dazu erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Peter Enders:

„Der neue Versorgungsatlas bestätigt einmal mehr die langjährige Forderung der CDU-Landtagsfraktion nach durchgreifenden Maßnahmen zur Gewährleistung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum. Diese Forderung reicht zurück bis in die Amtszeit der jetzigen Ministerpräsidentin Dreyer als Gesundheitsministerin (2002 – 2013). Wäre damals gehandelt worden, wären wir heute nicht mit einer drohenden Unterversorgung konfrontiert. Gerade in Anbetracht der langen Ausbildungszeit von Humanmedizinern ist eine vorausschauende Planung unverzichtbar.

Nun stehen wir vor der Situation, dass bis zum Jahr 2022 fast die Hälfte der Ärzte in den Ruhestand gehen wird. Praxisnachfolgen sind kaum zu finden. In der Konsequenz müssen viele Praxen schließen.

Es bleibt daher bei unserer Forderung nach einer Erhöhung der Zahl der Studienplätze. Das ist ein Baustein, um gegenzusteuern. Nach den aktuellen Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung weist Rheinland-Pfalz von allen Bundesländern mit öffentlichen humanmedizinischen Fakultäten in Relation zur Einwohnerzahl pro Jahr die zweitniedrigste Zahl humanmedizinischer Studienplätze auf.  

Auch vor diesem Hintergrund ist der jetzt von der Landesregierung endlich angekündigte Ausbau der Studienplätze viel zu gering. Denn sie will die Gesamtzahl der Studienplätze lediglich um fünf Prozent zu erhöhen. Gleichzeitig sollen bis zu zehn Prozent der Studienplätze über die künftige Landarztquote vergeben werden. Dies bedeutet, dass fünf Prozent der Studienplätze für die Landarztquote aus dem bestehenden Studienplatzkontingent kommen und eben nicht zusätzlich bereitgestellt werden.

Die von uns geforderte Landarztquote darf nicht auf Kosten der bestehenden Studienkontingente gehen. Zudem müssen wir u.a. den Zugang zum Medizinstudium erleichtern, Bürokratie abbauen und die Bedarfsplanung überprüfen.“

23. Januar 2019

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