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Verabschiedung ruandische Botschafterin Christine Nkulikiyinka

Julia Klöckner:

„Madame Christine hat uns Ruanda auf sympathische Weise näher gebracht“

 

 

Die CDU-Fraktionsvorsitzende Julia Klöckner besuchte heute Christine Nkulikiyinka in ihrer Botschaft in Berlin, um sie zu verabschieden. Mitte des Monats wird die Botschafterin Deutschland verlassen.

Eng und vertrauensvoll war der Kontakt, den die CDU-Landtagsfraktion zur scheidenden ruandischen Botschafterin Christine Nkulikiyinka hatte. So besuchte die gesamte Unionsfraktion sie bei ihrer Berliner Klausurtagung in ihren Botschaftsräumen. Viel Lob für ihre Arbeit in den vergangenen Jahren, verbunden mit einem Dank für ihren Einsatz überbrachte ihr nun heute die Vorsitzende Julia Klöckner. Mitte des Monats wird Christine Nkulikiyinka nach sechs Jahren im Amt turnusgemäß ausscheiden, um Botschafterin in Schweden zu werden. Zum Abschied überreichte sie Julia Klöckner als Erinnerung Tee und Kaffee aus Ruanda. Nachfolger wird ein junger Mann werden, wie Christine Nkulikiyinka verriet, dessen Mutter komme aus Deutschland.

„Seit mehr als 32 Jahren – seit 1982 – verbindet die Rheinland-Pfälzer mit Ruanda eine besondere Partnerschaft. 49 Kommunen und mehr als 250 Schulen engagieren sich und veranstalten regelmäßige Besuche mit ihren afrikanischen Partnern. Die Initiative für die Partnerschaft geht auf unseren früheren CDU-Ministerpräsidenten Bernhard Vogel zurück. In dieser Zeit kam auch Christine Nkulikiyinka über ein Austauschprogramm nach Rheinland-Pfalz. Sie geht mit einem lachenden und weinenden Auge. Zwar freut sie sich auf ihre neuen Aufgaben, vermissen wird sie aber die Herzlichkeit, mit der ihr die Deutschen und vor allem auch die vielen Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer begegnet sind. Sie bat mich, Grüße zu übermitteln, an alle, die in den vielen Initiativen in Rheinland-Pfalz aktiv sind und sich mit viel Leidenschaft für Ruanda einsetzen.“

Julia Klöckner, die Ruanda bisher zwei Mal besuchte, um sich vor Ort von den Hilfsprojekten zu überzeugen und die Menschen kennenzulernen, engagiert sich auch auf anderem Terrain für die Zusammenarbeit. Das Honorar aus dem Verkauf ihres Buches „Irdischer Wein – Himmlischer Genuss“ kommt regelmäßig der Bad Kreuznacher Stiftung „Ausbildungshilfe Ruanda“ zu Gute.

„Was diese Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda so wertvoll macht, ist der unmittelbare Bezug und die Vielzahl der persönlichen Begegnungen. Die Lebensfreude und der Optimismus, die die Menschen dort ausstrahlen, sind ansteckend. Genauso wie Madame Christine, die wir sehr vermissen werden, denn sie ist eine Freundin für uns Rheinland-Pfälzer geworden, eine warmherzige Botschafterin ihres Landes mit einem innigen Bezug zu unserem Bundesland“, so Julia Klöckner.

Auch in diesem Jahr werden CDU-Abgeordnete deshalb gerne die Aktion Tagwerk mit „Dein Tag für Afrika“ unterstützen. Julia Klöckner wird z.B. in einem Bad Kreuznacher Betrieb mit anpacken, damit wieder genügend Geld auch für Projekte in Ruanda zusammenkommt.

Hintergrund:

Ruanda ist eines der am schnellsten wachsenden Wirtschaftsräume Afrikas. Dennoch ist das Land auf Unterstützung aus Deutschland dringend angewiesen. Seit Beginn der wirtschaftlichen Zusammenarbeit im Jahr 1962 mit Ruanda haben die deutschen Bundesregierungen bislang weit über 700 Millionen Euro für die Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung gestellt. Schwerpunkte des deutschen Engagements sind Förderungen einer nachhaltigen Landwirtschaft, Investitionen in eine bessere Infrastruktur und in das Erziehungs- sowie Gesundheitswesen. Daneben leistet die Bundesregierung in den Bereichen Energiegewinnung, Friedensentwicklung und Versöhnungsarbeit Unterstützung. Rheinland-Pfalz ist für seine besondere „Graswurzelpartnerschaft“ und den vielen Schulprojekten bekannt.

01. Juni 2015

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