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RLP fällt im Bildungsmonitor von Platz 8 auf Platz 11

Anke Beilstein:

Rheinland-Pfalz verliert unter der Ampel bei der Bildung immer mehr an Boden

Im jüngsten Bildungsmonitor ist Rheinland-Pfalz von Platz 8 auf Platz 11 im Vergleich von 16 Bundesländern abgerutscht. Damit setzt sich ein Negativtrend fort. Bereits beim vorangegangenen Bildungsmonitor hatte Rheinland-Pfalz einen Platz verloren. Dazu erklärt Anke Beilstein, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion:

„Diese Entwicklung ist dramatisch. Rheinland-Pfalz verliert bei der Bildung im Vergleich der Bundesländer immer mehr an Boden. Das gilt sowohl für unsere Schulen als auch für unsere Hochschulen. Die Leidtragenden sind in erster Linie die Schüler und Studenten, deren Zukunftsperspektiven von einer guten Ausbildung abhängig sind. Bildungspolitik ist die zentrale klassische Aufgabe der Länder und damit der Landesregierung. Der jüngste Bildungsmonitor zeigt, dass die Ampel ihre bildungspolitischen Hausaufgaben nicht gemacht hat.

Die Veränderung der Punktwerte zum Vorjahr belegt, dass andere Bundesländer wesentlich stärkeres Gewicht auf die Bildungspolitik legen. Das Saarland (+6,0), Mecklenburg-Vorpommern (+4,3), Bayern (+2,7), Niedersachsen (+2,4), Schleswig-Holstein (+1,9) oder Sachsen (+1,8) haben zum Teil erheblich zugelegt, während Rheinland-Pfalz (+0,4) mit dem zweitniedrigsten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr insgesamt weiter zurückfällt. Hier muss deutlich mehr geschehen, wenn unsere Kinder nicht abgehängt werden sollen.   

Der letzte Platz im Bundesländervergleich bei der Forschungsorientierung der Hochschulen ist ein harter Schlag, bestätigt aber letztlich leider unsere Warnungen der Vergangenheit. Die niedrigen Drittmitteleinwerbungen, die unterdurchschnittlichen Habilitations- und Promotionsquoten und die gemessen am BIP geringe Zahl an Forschern an unseren Hochschulen kritisieren wir seit vielen Jahren. Kernproblem ist die Hochschulfinanzierung. Hier gibt es ein strukturelles Problem. Denn die Landesregierung stellt die Grundfinanzierung der Hochschulen nicht sicher. Die Folge ist, dass der reguläre Lehr- und Forschungsbetrieb nicht ausreichend finanziert wird. Hier muss umgesteuert werden. Unsere Wirtschaft braucht dringend hochqualifiziertes Personal.“ 

17. August 2017

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