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Laufzeit Atomkraftwerk Cattenom

Arnold Schmitt / Marcus Klein:

Cattenom abschalten - für die Menschen der Großregion

Mit großem Erstaunen nehmen der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und Mitglied des Interregionalen Parlamentarierrates (IPR), Arnold Schmitt, und der CDU-Landtagsabgeordnete Marcus Klein, ebenfalls Mitglied des IPR, die Aussage des neuen Direktors des Kernkraftwerkes Cattenom, Guy Catrix, zur Kenntnis, wonach dieses noch mindestens weitere 30 Jahre am Netz bleiben könne.

„Die Aussage von Herrn Catrix kann unmöglich ernst gemeint sein. Cattenom hat bei den aktuellen Stresstests schlecht abgeschnitten und das Kraftwerk meldet regelmäßig Störfälle. Die Idee, die Anlage könnte noch bis 2045 am Netz bleiben, ist mehr als abenteuerlich“, so die CDU-Abgeordneten.

Die laute Kritik in der Großregion am Kraftwerk Cattenom sei hingegen mehr als verständlich. Immer wieder gebe es wohl begründete Initiativen, die sich gegen den Weiterbetrieb aussprechen, solange nicht einmal die Mindeststandards des Europäischen Stresstests eingehalten werden. Auf Initiative der CDU Trier-Saarburg habe etwa die CDU Bundespartei beschlossen, dass europaweit gleiche Sicherheitsstandards für Kernkraftwerke gelten müssen.

Auch der Landtag Rheinland-Pfalz habe in einem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen im letzten Jahr erneut die Abschaltung Cattenoms gefordert.

„An der Sachlage hat sich nichts geändert. Von daher kann die Ankündigung eines jahrzehntelangen Weiterbetriebs von den Menschen in der Großregion nur als Provokation verstanden werden, die an den technischen Fakten vorbeigeht“, so Arnold Schmitt und Marcus Klein. „Wir werden das Thema Cattenom auch in der Parlamentarischen Versammlung der Großregion, dem Interregionalen Parlamentarierrat, weiter verfolgen. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Großregion im Interesse der Menschen bedingt, dass die Abschaltung des Kraftwerks Cattenom auf der Tagesordnung bleibt.

15. Januar 2013

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