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Kleine Grundschulen / Bildungsausschuss

Anke Beilstein:

Schulschließungen schlecht für Kinder und den ländlichen Raum

Bildungsministerin Hubig hat heute bekannt gegeben, dass neben der bereits geschlossenen Grundschule Klotten neun weitere kleine Grundschulen in Rheinland-Pfalz geschlossen werden. Dazu erklärt die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Anke Beilstein:  

„Die Schließung der neun Grundschulen ist eine schlechte Entscheidung für den ländlichen Raum und eine Bankrotterklärung für zukunftsfähige Bildungspolitik. Es ist völlig unverständlich, warum gute Strukturen bewusst zerschlagen werden. Die Folgen für die Infrastruktur in den betroffenen Orten werden dramatisch sein, sind die Schulen doch meist das Zentrum der Ortsgemeinschaft. Dies verringert deren Attraktivität im Bemühen um eine Neuansiedlung junger Familien.

Die Entscheidung der Landesregierung ist auch aus fachlicher Sicht nicht nachvollziehbar. Die betroffenen Schulen leisten hervorragende pädagogische Arbeit. Daher stellt sich automatisch die Frage der Willkür.

Dazu kommt: auch kleine Schulen, die sich nicht auf der aktuellen Liste befinden, können nicht dauerhaft ihre Zukunft planen. Denn Frau Hubig hat im Ausschuss deutlich gemacht, dass die Leitlinien mit den Standards für Schulschließungen auch weiterhin gelten. Das heißt nichts anderes, als dass weitere kleine Schulen in Gefahr sein können – eine enorme Unsicherheit für Eltern und Schulträger, die wohl auch Auswirkungen auf künftige Elternentscheidungen hinsichtlich der Schulauswahl haben wird. Dabei hat die Landesregierung weiterhin kein Zukunftskonzept, das die Herausforderungen für den ländlichen Raum angemessen berücksichtigt.“

 

 

30. November 2017

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