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Fachkräftemangel/Aufwertung der beruflichen Ausbildung

Julia Klöckner:

Politik und Handwerk müssen an einem Strang ziehen

„Die Bekämpfung des Fachkräftemangels ist eine der zentralen Herausforderungen für die rheinland-pfälzische Wirtschaftspolitik. Dieser wollen wir uns für das Handwerk in enger Kooperation mit der Handwerkskammer Rheinhessen stellen. Es geht darum, die berufliche gegenüber der akademischen Ausbildung aufzuwerten“, erklärt die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Julia Klöckner, anlässlich des Antrittsbesuches der Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Rheinhessen, Anja Obermann. Auch der Mainzer CDU-Landtagsabgeordnete Gerd Schreiner nahm am Gespräch in der CDU-Fraktion teil. 

Julia Klöckner: „Junge, talentierte Menschen entscheiden sich viel zu selten für eine solide Ausbildung im Handwerk, gleichzeitig steigt die Zahl der Studenten. Wir wollen - gemeinsam mit der Handwerkskammer –  ein stärkeres Bewusstsein schaffen: Eine bessere Balance zwischen beruflicher und akademischer Ausbildung muss her. Durch umfassende Berufsinformation können junge Menschen frühzeitig die Ausbildung finden, die wirklich zu ihnen passt. Das ist in vielen Fällen eben nicht die akademische, wie die hohe Zahl der Studienabbrecher belegt.
 
In allen Wirtschaftsbereichen könnten Berechnungen des IHK-Fachkräftemonitors in Rheinland-Pfalz zufolge bis 2020 rund 67.000 Fachkräfte fehlen. „Die Prognosen sind alarmierend“, stellt Julia Klöckner fest. „Wir brauchen deshalb eine Antwort auf den Fachkräftemangel. Für uns heißt das: eine starke, nachhaltige Bildungspolitik, die berufliche und akademische Ausbildung gleichermaßen wertschätzt und fördert. Um den Fachkräftemangel an der Wurzel zu packen, muss der Unterrichtsausfall - vor allem an den Berufsbildenden Schulen - bekämpft werden. Durch mehr Praxisbezug sollen sich die Schüler verstärkt mit der Attraktivität und Vielfältigkeit des Handwerks auseinandersetzen.“
 
Die Geschäftsführerin der Handwerkskammer Rheinhessen, Anja Obermann, ergänzt: „Eltern und Schule vermitteln oft noch ein falsches Image von der dualen Ausbildung. Vom Lehrling zur Führungskraft bis zum Betriebsleiter oder Geschäftsführer – dies ist keine Seltenheit für ambitionierte Handwerker. Die Karriere im Handwerk ist vielfältig und ebnet viele Möglichkeiten. Auch bei der Gehaltsentwicklung braucht das Handwerk den Vergleich mit akademischen Berufen nicht zu scheuen.“

26. Juni 2015

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