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Bildungsministerin Hubig in Rhein-Zeitung zu kleinen Grundschulen

Anke Beilstein:

Ministerin Hubig agiert konzeptlos und zeigt erschreckende Wissenslücken

In einem Interview mit der Rhein-Zeitung hat sich Bildungsministerin Hubig u. a. zum Thema kleine Grundschulen geäußert. Dazu erklärt die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Anke Beilstein:

„Es ist erschreckend, wie wenig sich die Bildungsministerin auskennt, wenn es um die Erstellung eines innovativen Zukunftskonzepts für die kleinen Grundschulen im Land geht. Ziel muss doch sein, möglichst viele dieser kleinen Grundschulen zu erhalten. Die CDU-Landtagsfraktion hat vorgeschlagen, dass auch Schulen mit einer oder zwei Kombiklassen als ausgelagerter Standort einer anderen Grundschule dauerhaft erhalten bleiben können. Die Ministerin kann hier nach eigener Aussage keinen Neuigkeitswert erkennen. Weiß sie etwa nicht, dass sie allein vier solcher Standorte bereits auf ihre Schließung hin überprüft?

Das Konzept des Bildungshauses – d. h. die organisatorische und pädagogische Kooperation von Grundschule und Kindertagesstätte unter einem Dach – kennt sie offenbar ebenfalls nicht. Sonst wüsste sie, dass die wissenschaftliche Evaluation dieses Projekts in Baden-Württemberg durch das Institut des renommierten Wissenschaftlers Manfred Spitzer hervorragende Ergebnisse hinsichtlich des inhaltlichen und sozialen Lehrerfolgs erzielt hat. Es ist gerade nicht mit dem bloßen Auswechseln der Türschilder getan. Daher braucht es hier auch eine Initiative des Landes.

Zudem wird bis heute nicht klar, was Frau Hubig eigentlich will: Sie lobt die Vorteile großer Grundschulen, um dann zu beteuern, dass sie kleine Grundschulstandorte erhalten will, obwohl sie gerade 41 kleine Grundschulen auf ihre Schließung hin überprüft. Das versteht niemand, das ist unehrlich und nicht zukunftsweisend. Kleine Grundschulen machen genauso einen großartigen Job – nur anders. Sie gehören zum Herz des Dorfes – deshalb müssen sie erhalten bleiben.“

22. Mai 2017

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